Die Wahl der richtigen Komponenten

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SO LEICHT WIE MÖGLICH, SO STABIL WIE NÖTIG

Der Anfang jedes Laufradsatzes - und nicht weniger entscheidend für ein gutes Resultat als der fachmännische Aufbau - ist die Wahl der richtigen Komponenten in Abhängigkeit von Einsatzzweck, Fahrstil und Fahrergewicht.

Leichtbau um jeden Preis ist meist nicht zielführend. Der Ansatz "So leicht wie möglich, so stabil wie nötig" trifft den Kern der Sache schon eher, denn die Wahl der Komponenten hängt maßgeblich vom designierten Einsatz, Fahrstil und Gewicht des Fahrers ab.

Wer hier unnötig schwer, wählt und so unnötig viel Kraft verpulvert, Spritzigkeit sowie Agilität auf dem Trail einbüsst, macht den selben Fehler wie jene, die als primäre Vorgabe ein bestimmtes Gewicht im Sinn haben und ihren Laufradsatz alleine darauf ausrichten, sich später aber über die mangelnde Haltbarkeit ärgern weil die Komponenten nicht zum Verwendungszweck passen.

Es gilt also die passenden Komponenten für den vorgesehenen Zweck auszuwählen. Kompromisse sind hier angesichts der Vielfalt an Produkten die uns zur Verfügung stehen, nicht sehr oft notwendig.

Wer das Optimum rausholen will, dem lege ich deshalb eine persönliche Ausarbeitung des richtigen Laufradsatzes mit mir zusammen ans Herz - einfach per E-Mail ganz unverbindlich Kontakt mit mir aufnehmen und die auf der Startseite dieser Website ausgeführten Eckdaten mitteilen.

Warum von Hand gebaute Räder besser sind

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Warum von Hand gebaute Räder besser sind

Nachdem man sich bei den Komponenten festgelegt hat, steht der fachgerechte Aufbau der Räder an.

Die meisten Laufradsätze die man mit seinem Bike kauft oder billig nachrüstet, sind Fliessbandprodukte ohne besondere Abstimmung der Komponenten die dann auch noch maschinell eingespeicht wurden. Die Vorteile für den Anbieter sind klar: Es geht schnell und ist somit billig in der Produktion - Massenware eben.

Laufräder vom Fliessband leiden idR. unter der Notwendigkeit, dass man sie eher früher als später nacharbeiten sollte, weil das Speichengerüst einerseits nicht gleichmässig auf die erforderlich hohe Spannung gebracht wurde und andererseits das Laufrad während des Aufbaus nie oder zu wenig oft abgedrückt wurde. Ein fachgerechter Aufbau macht Nachzentrieren unnötig.

Ohne ausreichend hohe Speichenspannung ergibt sich kein stabiles Laufrad und die Einzelkomponenten können unter Umständen auch Schaden nehmen. Das kann sich dann in abreissenden Nippeln und am Bogen brechende Speichen manifestieren.

Ist die Speichenspannung je Seite stark ungleichmässig, werden einzelne Speichen zu wenig und andere zu stark belastet, was der Haltbarkeit der Speichen und des ganzen Rads schadet. Hier leiden vor allem die Speichenbögen weil sie anfangen zu arbeiten, d.h. der Speichenkopf bewegt sich in der Speichenbohrung der Nabe - erst dann werden sie zu einer Schwachstelle die Probleme bereitet.

Das Versagen einzelner Komponenten ist unter diesen Umständen - abseits von äusseren mechanischen Einflüssen - oft die Folge von Versäumnissen beim Aufbau des Laufrads. Ohne gleichmässige Speichenspannung gibt es kein haltbares Laufrad.  

Als gewissenhafter Laufradbauer achte ich deshalb nicht nur auf bestmöglichen Rundlauf sondern ganz besonders auf ein belastungsgerecht oder mit CrossMix aufgebautes und somit starkes und langlebiges Speichengerüst. Das ist eine Fähigkeit die der Mensch der Einspeichmaschine voraus hat und du wirst das zu schätzen wissen wenn du dir zum ersten mal von Hand gebaute Räder zulegst. 

Laufradbau ist zwar keine Hexerei, sie verlangt jedoch für ein optimales Resultat Erfahrung, Geduld, Präzision und Gewissenhaftigkeit. Wer hier zu viele Abkürzungen nimmt, sieht das Rad schneller wieder als es einem lieb ist - für einen kommerziellen Laufradbauer keine gute Geschäftsphilosophie.